Kurz vor dem Schlusspfiff hätte es fast doch noch klappen können: Als André Hoffmann bereits in der Nachspielzeit plötzlich im gegnerischen Strafraum durch war und von der Grundlinie einen Abnehmer für seine Hereingabe suchte, hatten einige der LSV-Fans fast schon den Torjubel auf den Lippen. Zum Leidwesen des eigenen Anhangs wurde der Ball jedoch abgeblockt, sodass die Partie zwischen dem LSV und SV Liebertwolkwitz kurze Zeit später beim Stand von 1:1 (0:0) abgepfiffen wurde. Ein Ergebnis, dass dem Spielverlauf und dem Leistungsstand beider Teams sicher gerecht wurde – auch wenn unsere Männer damit erneut den erhofften Befreiungsschlag in Form des ersten Saisonsiegs verpassten. 

Und dennoch gibt es einiges Positives mitzunehmen. Da wäre zunächst einmal der erste eigene Treffer der laufenden Spielzeit, der von unserem Kapitän Roman Kretzschmar in der 68. Minute per Kopf nach einer tollen Flanke von Linksverteidiger Felix Hamann erzielt wurde. Das Tor war umso wichtiger, als dass die Gäste nur drei Minuten zuvor in Führung gegangen waren – Pascal Rosin (65.) hatte ebenfalls per Kopf nach einer Ecke getroffen. Dass unsere Elf also Moral gezeigt und so schnell nach dem Rückstand ins Spiel zurückgekommen war, kann auch als Pluspunkt gewertet werden. 

„Insgesamt können wir mit dem Punkt sicher leben, auch wenn sich ein Sieg natürlich noch besser angefühlt hätte“, sagte unser Coach Alexander Röhling nach den hart umkämpften 90 Minuten. „Liebertwolkwitz hatte ja zuvor zwei Siege nacheinander eingefahren, und dieses Selbstvertrauen hat man teilweise einfach gemerkt. Dennoch ist das Unentschieden ein gerechtes Resultat, denn auf beiden Seiten gab es noch Gelegenheiten, das Resultat zu eigenen Gunsten zu drehen.“ 

So hatten unsere Männer beispielsweise bereits in der ersten Hälfte Glück als der Ball nach einem Konter am Ende nur am Pfosten landete. Ebenfalls hätte man in Halbzeit zwei nochmals in Rückstand geraten können, doch Felix Hamann rettete – ebenfalls nach einem Konter – auf der Linie. Auf der anderen Seite zeigte sich auch unsere Offensive deutlich verbessert und erspielte sich die ein oder andere gute Gelegenheit. Nicht zuletzt unser Neuzugang Jafar Azizi wusste dabei zu überzeugen und zog im Mittelfeld die Fäden. Er absolvierte sein zweites Spiel für den LSV und übernahm die Position von Felix Beiersdorf , der kurz vor Anpfiff aufgrund von Rückenproblemen passen musste.  

Und so steht zwar auf der Seite der Saisonsiege nach wie vor die Null, doch das Vertrauen in die eigene Stärke dürfte weiter zugenommen haben. Nun gilt es, die steigende Formkurve alsbald in den ersten Dreier der Saison umzumünzen. Die nächste Gelegenheit dafür bietet sich am kommenden Samstag, 25. September, in Krostitz. 

Unter diesem Link gibt’s weiterführende Infos zum Spiel gegen Liebertwolkwitz.