LSV Südwest Leipzig – Abteilung Fußball

Tapfer, zäh – aber ohne Happy End

Stadtliga Leipzig | 12. Spieltag | 01.11.2025 | FC Blau-Weiß Leipzig vs. Leipziger SV Südwest | 3:0 (1:0)

1:0 Tom Leischker (11.)
2:0 Till Stephan (61./Elfm.)
3:0 Till Stephan (63.)

Tapfer, zäh – aber ohne Happy End

Wer beim @bwleipzig antritt, weiß: Das ist wie Blumenkohl – keiner hat Lust drauf, aber durch muss man, wenn man zu Gast ist. Der LSV reiste mit dünnem Kader an den Kantatenweg: zwei Auswechsler (einer davon eher Serviervorschlag), Trainer Röhling auf Dienstreise, und an der Linie übernahmen Co-Trainer Mario Steffen und Zweite-Herren-Coach Erik Kober das Mikro. Mit mehr Energie als so mancher Corny-Riegel.

Das Spiel begann klassisch LSV: schnuffiger Powernap, frühes Gegentor. Nach elf Minuten köpfte Tom Leischker nach einer Ecke zum 1:0 ein – wir sollten vielleicht mal Kaffeeduft über den Platz pusten. Danach stabilisierten sich unsere Jungs und machten das, was man als Underdog eben tut: Bus parken, beten, kontern. Und siehe da – es funktionierte fast! Nach einem feinen Umschaltmoment bekam der LSV in Minute 16 einen Elfer. Kapitän Roman Kretzschmar trat an, doch der Hüter hatte wohl vorher Romans Biografie gelesen und ahnte die Ecke.

Blau-Weiß hatte danach zwar Ball, aber wenig Ideen. Der LSV verteidigte mit Herz, Verstand und manchmal auch Körperteilen, die in keiner Trainingsanweisung stehen. Fußballerisch kein Schmackofatz, aber taktisch diszipliniert – so ging’s mit 1:0 in die Pause. Hoffnung? Absolut da.

Doch in Hälfte zwei machte Blau-Weiß ernst. In der 61. Minute Elfmeter – diesmal auf der anderen Seite. Till Stephan ließ sich nicht bitten, 2:0. Und weil’s grad so schön war, schob er zwei Minuten später gleich das 3:0 nach. Doppelschlag, Deckel drauf.

Trotzdem: Der LSV kämpfte, schmiss sich in alles rein und hatte in Keeper Christian Linke wieder einen Mann im Kasten, der gefühlt einen Katzensprung-Rekord aufstellte. Nach vorn ging leider nicht mehr viel – aber Einstellung und Moral stimmten.

Am Ende stand ein 3:0 für Blau-Weiß – verdient, aber mit einem LSV, der sich teuer verkaufte. Vielleicht folgt nächsten Samstag zuhause gegen Rotation Leipzig ja endlich das nächste kleine LSV-Märchen.

Spiel rüber!