Endlich Herz gezeigt - Punkte trotzdem Fehlanzeige
Stadtliga Leipzig | 3. Spieltag (Nachholspiel) | 16.09.2025 | Leipziger SV Südwest vs. SSV Markranstädt II | 2:3 (0:2)
0:1 Philipp Winter (7.)
0:2 Philipp Winter (19.)
1:2 Lars Heinrich (53.)
1:3 Phillip Tröllsch (65./Elfm.)
2:3 Pascal Bekker (84.)
Endlich Herz gezeigt – Punkte trotzdem Fehlanzeige
Diese Woche besteht beim Autor erhöhte Gefahr einer Sehnenscheidenentzündung, aber es nützt ja nichts – vor allem nach der Leistung unserer 1. Herren am Dienstagabend gegen die zweite Auswahl des @ssvmarkranstaedt . Endlich mal ein Spiel, in dem man sah: Unsere Kicker können kämpfen, rennen und gar Fußball spielen. Leider gab’s dafür keine Punkte.
Das Spiel begann mit einem Schock: Philipp Winter traf in der 7. Minute zum 0:1. Kurz darauf fast die perfekte Antwort: Ecke LSV, Eric Heyn mit der Chance – doch sein Friseurtermin am Vortag verhinderte das Tor um Haaresbreite. Stattdessen legte Winter in der 19. per Freistoß das 0:2 nach. Bitter, aber der LSV blieb dran, bissig und mutig. Chancen waren da, nur das Tor wollte nicht fallen.
Nach der Pause ging‘s ab: Der LSV presste hoch, erarbeitete sich Szenen – und wieder Heyn. Fehlpass der Gäste, unser Aushilfsstürmer roch Lunte und schob dezent vorbei. Zum Glück hat der LSV Lars Heinrich: In der 53. Minute nagelte er die Kugel per Außenrist aus 18 Metern ins Eck. Traumtor, Anschlusstreffer, Hoffnung.
Doch der Schiri würzte nach. Ein fragwürdiger Elfmeter, dazu Rot gegen uns – doppelter Nackenschlag. Phillip Tröllsch verwandelte (65.) zum 1:3. Aber wer dachte, der LSV bricht zusammen, lag falsch. Unsere Jungs warfen alles rein, und in der 84. Minute donnerte Pascal Bekker nach Einwurf den Ball vom Elferpunkt ins Netz – 2:3, plötzlich war Zschocher wieder laut.
In der 89. dann fast das Wunder in doppelter Unterzahl: Kevin Löffler hatte den Ausgleich auf dem Fuß, doch der Ball strich hauchzart am Pfosten vorbei. Danach Abpfiff, Frust, aber auch Applaus für eine Mannschaft, die endlich wieder Mentalität zeigte.
Fazit: 6 Spiele, 0 Punkte – aber zum ersten Mal mehr Mut als Ausreden. Jetzt gilt’s am Freitag gegen Schkeuditz. Irgendwann muss der Knoten platzen – und bitte nicht erst an Weihnachten.